Maasdijk, Niederlande

4 HORIZONTAL DIRECTED DRILLINGS PARALLEL ELEKTRO­THERMISCH VORGESPANNT

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Rohr- dimension
DN 0
Länge der Vorspannung
0 m
Vorspann­methode
Horizontal Directed Drilling
StandortMaasdijk

Fernwärmeausbau im größtenteils geschlossenen Graben – effizient, flexibel und mit minimalem Eingriff in die Infrastruktur

Der Ausbau von Fernwärmenetzen stellt Kommunen und Netzbetreiber vor große Herausforderungen: Straßen müssen aufgerissen, Verkehr muss umgeleitet und bestehende Infrastruktur berücksichtigt werden. Mit dem Horizontal Directional Drilling (HDD) – auch als horizontale Spülbohrung bekannt – steht eine Verlegemethode zur Verfügung, die diese Eingriffe auf ein Minimum reduziert.

Wie funktioniert HDD in Kombination mit elektrothermischer Vorspannung?

Beim HDD-Verfahren werden die Fernwärmerohre unterirdisch verlegt, ohne dass entlang der gesamten Trasse ein offener Graben notwendig ist. Lediglich an einzelnen Stellen werden kleine Baugruben angelegt – dort, wo die Rohrleitungen elektrothermisch vorgespannt werden. Durch gezieltes Erwärmen der Rohre wird die für den Betrieb notwendige mechanische Spannung erzeugt, ganz ohne aufwendige Betonbauwerke oder Festpunkte.

In diesem Beispiel wurden vier HDDs gleichzeitig vorgespannt, was die Bauzeit erheblich verkürzt. In anderen Projekten wurden bereits fünf HDDs parallel vorgespannt. 

Die Vorteile auf einen Blick

  • Minimaler Eingriff in die Infrastruktur: Da kein durchgehender Graben geöffnet werden muss, bleibt die Oberfläche entlang der Trasse weitgehend unberührt. Straßen, Gehwege und Grünflächen müssen nicht aufwendig wiederhergestellt werden.
  • Minimale Verkehrseinschränkung: Da HDD unterirdisch und punktuell erfolgt, entfallen langwierige Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen – ein entscheidender Vorteil für stark frequentierte innerstädtische Bereiche oder Orte mit dichter bestehender (Rohr-) Infrastruktur.
  • Unterquerung kritischer und unbekannter Infrastruktur: HDD ermöglicht es, sensible oder schwer zugängliche Bereiche einfach zu unterqueren – etwa Krankenhausausfahrten, andere Rohrleitungen oder Bereiche mit unklarer Bestandsdokumentation. Dadurch sinkt das Risiko von Beschädigungen an bestehender Infrastruktur erheblich.
  • Flexible Trassenführung durch Kurven: Im Gegensatz zu klassischen Verlegemethoden ist HDD nicht auf gerade Streckenführungen beschränkt. Die Bohrung kann Kurven folgen und so gezielt um Hindernisse herumgeführt werden – ein klarer Vorteil bei komplexen städtischen Gegebenheiten.
  • Keine Betonbauwerke notwendig: Durch die elektrothermische Vorspannung entfällt die Notwendigkeit aufwendiger Festpunktkonstruktionen aus Beton. Dies spart Bauzeit, Material und Kosten.
Luftbild der Trasse mit Baustelle zwischen Straße und Gewächshäusern

Fazit

Die Kombination aus Horizontal Directional Drilling und elektrothermischer Vorspannung macht den Fernwärmeausbau schneller, kostengünstiger und deutlich schonender für die bestehende Infrastruktur. Für Kommunen und Netzbetreiber bedeutet das: weniger Verkehrsbeeinträchtigungen, geringere Risiken beim Bau und eine flexiblere Trassenplanung – auch in dicht bebauten und infrastrukturell anspruchsvollen Gebieten.

Von der Baustelle
Luftbild der Trasse mit Baustelle zwischen Straße und Gewächshäusern
Luftbild der Baugrube mit angeschlossenen Vorspanngeräten
Angeschlossene Rohrenden in der Baugrube bei Sonnenschein
Baugrube mit vier Rohrsträngen und Stromaggregat

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